Springkraut in der Wutachschlucht

Stromschnelle unter der Ditfurthbrücke
Indisches Springkraut

Vor ein paar Tagen sind wir vom Oberhaldenparkplatz runter zur Ditfurtbrücke spaziert,  das sind langsam gelaufen etwas 15  Minuten. Kurz vor der Brücke kann man zur Wutach runter ans Wasser.

Auf dem Weg lagen viele mit Stumpf und Stiel ausgerissene Pflanzen  Indisches Springkraut .  Während alles unter Naturschutz ist, darf man das ungestraft tun,  das wird sogar so organisiert.  Angeblich vedrängt diese wunderschöne Pflanze die einheimischen Gewächse – und das Ausreissen soll da helfen – Ich glaube das nicht.

Buch von Dr. Wolf-Dieter Storl, Zitat aus:  Wandernde Pflanzen

Neophyten stellen für viele Menschen, die sich als Naturfreunde betrachten, ein Problem dar. Die neuen Pflanzen, wie etwa der Riesenbärenklau, die Kanadische Goldrute oder das Indische Springkraut, überwuchern weite Flächen und verdrängen die einheimische Vegetation. Andere gelten als gesundheitsschädigend, wie etwa die Ambrosia, die angeblich Heuschnupfen verursacht.

Dieses Buch hinterfragt diese Pauschalurteile. In Wirklichkeit hat noch kein einziger Neophyt eine einheimische Pflanze zum Erlöschen gebracht, und Heuschnupfen hat andere Ursachen als der Pollen der Ambrosia. Neophyten sind eine Bereicherung unserer Flora, sie sind Teil der allmählichen Wiederbesiedlung unseres Erdteils, nachdem die Eiszeit die hiesige Vegetation praktisch ausgelöscht hatte.

Das Indische Springkraut kann man auch verwerten,  aus den Kernen soll man eine leckere Pesto machen können. Es duftet wunderbar süsslich und sieht traumhaft aus – kann so eine Pflanze wirklich schaden ?

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