Nahwärmenetz

Zitat aus dem Bonndorfer Blättle Nr.6/2014 :
Im März beginnt Solarcomplex mit den Bauarbeiten am regenerativen Wärmenetz für die Vorstadt/Weststadt … Auch im Rest von Bonndorf soll in den nächsten Jahren – eventuell in 2 Bauabschnitten – ein Wärmenetz errichtet werden.

Nachdem wir in der Innenstadt schon ein wenig neidisch auf die Vorstadt geschaut haben ist das erstmal eine erfreuliche Nachricht. Das Rathaus ist nicht weit und das wäre sicher ein Fall für die Nahwärmeversorgung. Wir hatten schon eine Brennwertölheizung ins Auge gefasst. Regenerativer Brennstoff und keine Sorgen mehr um die Heizung und die Heizölbeschaffung sind sicher die Hauptargumente. Wir werden die kommende Infoveranstaltung am 10. oder 20. auf jeden Fall besuchen. Da über die Vorteile viel geschrieben wurde, hier auch mal ein paar Gegenargumente.

Für alle Heizungsbauer und Heizöllieferanten sicher keine gute Nachricht, gestern kam auch prompt ein Rundschreiben eines Heizöllieferanten ins Haus – seine Gegenargumente, ein Auszug:

  • Der Verlust bestehender Nahwärmenetze beträgt 30% ..
  • Wer haftet bei Insolvenz der Betreiberfirma?
  • In den Sommermonaten werden hunderttausende Liter heißes Wasser ..durch die Straßen gepumpt..
  • Ölheizungen der Jahre 1988 und jünger haben meist Normnutzungsgrade von ca. 95% .. nicht wie errechnet ..
  • Bei Anlagen mit Kachelofen, Solar etc. erhöht sich der Wärmepreis .. signifikant ..
  • Öffentliche Nahwärmenetze sind im Normalfall im Betriebskostenvergleich .. nie günstiger als frei gehandelte Brennstoffe.
  • Die ganzen Straßen werden aufgerissen und nur noch provisorisch geflickt ..
  • Was wenn die Verträge abgelaufen sind und sich .. nicht rentiert ..
  • Dreckschleuder Hackschnitzelwerk ..
  • Nach Meinung internationaler Ölexperten werden die Ölpreise … eher sinken
  • Ein Nahwärmenetz auf Basis eines zentralen Blockheizkraftwerks .. ließe sich ohne öffentliche Subventionen .. niemals realisieren .. dass über einen Zeitraum von 20 Jahren … bis 100.000€ pro Haus aufgebracht werden müssen.
  • Ein Wärmenetz benötigt eine hohe Wärmeabnahmemenge .. dies widerspricht.. den Zielen der Klimaschutzpolitik möglichst wenig Energie pro Wohneinheit zu verbrauchen. Mit sinkendem Wärmeverbrauch wird somit jedes Wärmenetz unattraktiv.
  • Eine Verlässlichkeit für die zukünftige Preisentwicklung für Biomasse .. kann genauso wenig gegeben werden wie für die traditionellen Energieträger …
    Holzhackschnitzel sind nur in begrenzter Menge verfügbar …
  • Eine Ausweitung der Nachfrage nach Brennholz … wird auch einen erheblichen Preisanstieg zum Ergebnis haben, so wie dies auch bei Holzpellets erlebt wurde.
  • Eine eigene Energiebevorratung ist nicht mehr möglich ..

Mal sehen was die Leute von Solarcomplex so erzählen.
Stellungnahme von Solarcomplex siehe Blogbeitrag vom 21.Februar.2014

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