Bonndorf – wie es war..



Seit ein paar Tagen gibt es ein tolles neues Buch BONNDORF – wie es war und wie es sich verändert hat geschrieben von Ulrich Werner Schulze und Günter Hany

Das Buch ist eine wahre Fundgrube an alten Fotos und Postkarten, mit vielen spannenden Erzählungen und Berichten aus Bonndorfs Geschichte.
Den Lesern der Badischen Zeitung ist Ulrich Werner Schulze gut bekannt, dort gab es ein Artikelserie aus Bonndorfs Geschichte.

Ich kann mir gut vorstellen wie viele Monate oder sogar Jahre an Fleißarbeit in diesem Buch stecken, ganz zu schweigen von Organisation und Finanzierung dieses Projektes – Hut ab ! – ganz toll gemacht.

Das Buch kommt gerade recht zu Weihnachten – eine tolle Geschenkidee ! Es ist z.B. erhältlich bei Spachholz in Bonndorf zum Preis von 18€.

PS: Diese Woche kam eine Einladung von der Sparkasse zur offiziellen Buch-Vorstellung mit den Autoren in der Sparkasse beim Rathaus – für den 11.Dezember.2014 um 19:30 .

Die Wutach – neues Buch




Es gibt ein wunderschönes neues Buch Die Wutach, Wilde Wasser -steile Schluchten Fast ein Lexikon, über 500 Seiten, etwa DIN-A4-Format und rund 2kg schwer. Zahlreiche Autoren haben dazu beigetragen, es gibt eine Fülle von hochwertigen Fotografien, Grafiken und für mich auch sehr interessant, alte Fotos und Postkarten. Da werden die kommenden langen Winterabende bestimmt nicht langweilig. Zur Übersicht die Kapitel:

  • Die Geologie des Wutachgebiets zwischen Gutach-Haslach-Zusammenschluss und Blumberg
  • Die Wutach und ihre Nebengewässer
  • Pflanzenleben in der Wutachschlucht
  • Die Tierwelt der Wutachregion
  • Der Mensch und die Wutach

Das Buch habe ich von meiner Frau geschenkt bekommen – bestimmt auch eine gute Geschenkidee für andere. Herausgeber sind „Regierungspräsidium Freiburg und Schwarzwaldverein“ es kostet 35€ ( sehr günstig für diesen Umfang und die Qualität!). Thorbecke-Verlag „Die Wutach“

Wie der Schwarzwald erfunden wurde.

Wie der Scharzwald erfunden wurde – das Buch zur 5-teiligen Fernsehreihe.

Wir freuen uns schon wieder auf heute Abend, wenn die nächste Folge der SWR-Dokureihe Schwarzwaldgeschichten kommt.  Eigentlich müsste die Reihe  Geschichte des Schwarzwaldes heißen oder noch besser die der Menschen im Schwarzwald bis heute.

Wer wie wir alles ganz genau wissen will oder wer die Schwarzwaldgeschichten bisher verpasst hat,  kann sie in diesem wunderschönen Buch von Silvia Huth nachlesen.   ( Silberburgverlag 19,9o€).

Was mir neben den vielen  Fotos  besonders gut gefällt ist, dass man nicht aus einer romantisch verklärte Sicht  schreibt – Inhaltsverzeichnis:

  • Marke, Mythos, Heimat
  • Das Kalte Herz
  • Das Schwarzwaldmädel und seine Künstler
  • Mit Axt und Rosenkranz
  • Erz und Glas
  • Aus Wald wird Forst
  • Der Wald und der Zeitgeist
  • Der magische Schwarzwald
  • Schwarzwaldbauern:  Das Generationen Projekt
  • Überlebensfragen
  • Unternehmergeist
  • Krisenzeiten: Das 19. Jahrhundert
  • „Oh Bauernstand“
  • Die Schwarzwaldindustrie
  • Fortschritt auf Schienen
  • Das Freizeitparadies
  • Nostalgie inklusive?
  • Heimatgefühle
  • Die SWR Schwarzwaldgeschichten

Das Buch ist richtig spannend geschrieben und jetzt verstehe ich manche Zusammenhänge besser:

Beginnend vom Münstertal aus hat man  den unwirtlichen Urwald besiedelt,  man hat zunächst Kloster gegründet und neben dem Wald vor allem die Bodenschätze ausgebeutet.   Danach kam eine Welle von Glashütten,  die von Ort zu Ort zogen, bis in deren Umkreis kein Baum mehr wuchs.  Mit den Glashütten kamen die Glasträger und der Kontakt und Austausch mit der restlichen Welt  begann.   Im 18. Jahrhundert gab es dann eine Blütezeit der Schwarzwälder Uhrenbauer,  gefolgt von der Krisenzeit  zu Beginn des 19. Jahrhunderts.   Danach  wurde der Schwarzwald als Urlaubsgebiet entdeckt, der Schwarzwaldverein entstand, die romantisch Seite des Schwarzwaldes wurde entdeckt, Luftkurorte entstanden.

Gleichzeitig dh. mit dem Bau der Gerwig-Uhrmacherschule in Furtwangen begann eine Phase der Industrialisierung und der Feinwerktechnik im Schwarzwald . Deren Niedergang wurde mit der Quarzuhr aus Fernost eingeläutet,  auch der Tourismus  ging Ende der 1970er Jahre stark zurück, der Schwarzwald war nur noch was für alte Leute – out.

Inzwischen ist der Schwarzwald wieder in ,   Aktivurlaub, Wandern, Skifahren und Wellness sind angesagt.

Der Schwarzwald musste sich, wie viele andere auch, immer wieder neu erfinden,  nur dass  die Gegend vermutlich noch etwas unwirtlicher ist..   Die Schwarzwälder sind Tüftler, hat jemand in einem Filmbeitrag gesagt – aus der Not heraus .. dazu passt   Not macht erfinderisch“  Ein Jahrtausend Arbeit im Schwarzwald –  ein weiteres hochinteressantes und sehr schön gemachtes Buch aus dem Silberburg-Verlag, das steht ganz vorne auf meinem Bücherregal 🙂

Samuel Pletscher 1879 – 1

Blick über die herbstliche Wutachschlucht bei Boll

Nachdem ich den Nachdruck des Samuel Pletscher Buches „Der Kurort Bad Boll “  von 1879 nun für 9,90€ bei Amazon erstanden und gelesen habe,  in loser Folge ein paar  Zitate daraus.

Neu für mich war  der Bericht über den  Oberen Wasserfall von Bad Boll ,  er wird genau unterschieden zum  noch existierende unteren Wasserfall,  dem Tannegger Wasserfall.  Seite 33ff :

.. der wird bald auch seine Schritte der schattigen Waldschlucht zulenken, die den Wasserfall, nur einige hundert Schritte weit vom Kurhaus entfernt, in ihrer stillen Thalecke birgt.  Ein zierlicher Weg führt vom Kurhaus, etwas weniges ansteigend, dem vorbei rauschenden Bächlein entlang und dem waldigen Thalwinkel zu, wo der Wasserfall, sanft brausend, niedergeht. Alte bemooste Tannen und andre Waldbäume umgeben malerisch den Felsenschooß, in welchem der Sturzbach stäubend niedersprüht. Mehrere Wege führen im Zickzack auf beiden Seiten der steilen Thalwände in die Höhe und bieten Gelegenheit, den pitoresken Anblick des stürzenden Wassers von verschiedenen Seiten und Standpunkten aus zu genießen …. Der vom Dorf Boll herabrinnende Mühlbach stürzt  hier in zwei ungleich hohen Absätzen, von denen der obere der höhere ist, etwa 50 bis 60 Meter tief über die steil und fast senkrecht abbrechende Kalkfelswand herab. Das Wasser scheint einen bedeutenden Kalkgehalt zu besitzen, denn ein mächtiger Ansatz von Kalktuff hat nach und nach die Form eines versteinerten Wasserfalls angenommen, der nun den Kern des wirklichen Wasserfalles bildet … Bei Mondschein aber erscheint er in geheimnisvolen Zauber und bei bengalischer Beleuchtung, welche hie und da veranstaltet zu werden pflegt, erscheint der Waserfall wie ein Bild aus einem Feenmärchen.

Der Tannegger Wasserfall ist heute noch wunderschön, aber noch schöner muss der Wasserfall direkt bei Bad Boll gewesen sein.  Wo der wohl genau war?  Vom Parkplatz in Boll, an der Kläranlage vorbei geht heute ein Bach runter,   war an seinem Ende dieser 60m hohe Wasserfall ?  Ist er noch irgendwo versteckt ? Wer kann helfen, wer  weiß genaueres darüber. Gerne per email an   info@obeabe.de oder am besten gleich  hier auf Kommentar klicken :

Samuel Pletscher – Der Kurort Bad Boll im obern Wutachthal

Der Kurort Bad Boll im oberen Wutachthal von 1879 – das Buch suche ich schon jahrelang, eine echte Rarität. Einmal hätte ich es fast gehabt, bei Ebay, aber bei 150€ bin ich dann ausgestiegen – gut dass ich es nicht bekommen haben, denn jetzt kann man es offiziell wieder kaufen, für 9,90€ bei Amazon – als Nachdruck der Schweizer Nationalbibliothek – einfach klasse ! Mehr davon demnächst.