Reise im Jahre 1910 jetzt als PDF


Die wunderschöne Reisebeschreibung rund um Bad Boll und die Wutachschlucht aus dem Jahre 1910 wurde von I. A. R. Wylie geschrieben . Es ist ein kleiner Teil des Buches „Rambles in the Black Forest“ und die schönste und älteste Erzählung über einen Bad Boll Besuch , die ich bisher gefunden .
Ich war so begeistert von der Geschichte und der schöne Sprache, dass ich sie sofort in deutsch übersetzt musste. Soviel ich weiß gibt es keine offizielle deutsche Version.
Ida Alexa Ross Wylie wurde am 16.März.1885 in Melbourne Australien geboren und war zur Zeit ihrer Reise im Jahre 1910 gerade 25 Jahre alt . Ab 1917 lebte sie in den USA und war über 30 Jahre lang eine sehr bekannte Schriftstellerin . Mehrere ihrer Bücher wurden in Hollywood ua. mit Katharine Hepburn verfilmt
… mehr siehe Rubrik Wylie1910f

Auf Nachfrage einer Leserin – Neu jetzt zum Nachlesen an einem Stück als pdf:
Rambles-in-the-Black-Forest-deutsch.pdf

Bonndorf und Bad-Boll im Reiseführer 1896




Der Weihnachtsmann hat mir ein schönes altes Buch gebracht 🙂 Meyers Reisebücher “ Schwarzwald“ von 1896, ein fast 120 Jahre altes Büchlein.
Wie man auf dem Foto lesen kann hatte Bonndorf damals 1530 Einwohner. Auch über Bad-Boll gibt es interessantes zu lesen:
„Vom Bad aus führt ein herrlicher, die Wutach vielmals auf Stegen überschreitender neu angelegter (1895) *Fußweg das Thal hinab nach Achdorf. Niemand versäume, diese wunderschöne Schwarzwaldpartie zu begehen. „

Kapelle Bad Boll gerettet !


Staatssekretär Ingo Rust nahm diese Woche einen Scheck über 38444,23€ vom „Freundeskreis Kapelle Bad-Boll“ als Beitrag für den Erhalt entgegen.
Auf insgesamt 150’000€ wird eine Grundsicherung geschätzt – immerhin weniger als die 350’000€ die auch mal im Gespräch waren.
Hans-Jörg Adler und Peter Marienfeld, die Initiatoren des Freundeskreis, übergaben symbolisch den Scheck im Rathaus.
Das Dach soll saniert werden und die Grundmauern trocken gelegt werden.

Die Webseite des Freundeskreis: Kapelle Bad Boll

Wutachschlucht – Indisches Springkraut

z’Bonndorf hat ein interessantes Email von Stefan Rösch bekommen, mit seiner Erlaubnis hier ein Auszug daraus:


.. nachdem ich diese Woche in der Wutachtschlucht beim Wandern war, hat mich das Thema weiter beschäftigt. Ich bin auf Ihre umfangreiche und sehr informative Webpage gestoßen, die mir meine Fragen zum Thema Bad Boll beantwortet hat. Vielen Dank hierfür!!
Mit dem einzigen Punkt, mit dem ich hadere ist das Thema Indisches Springkraut, das sich in der Schlucht rasant vermehrt. Es wurde als Zierpflanze importiert und hat sich schnell verselbständigt. Natürliche Feinde fehlen, die Befruchtung findet statt. Es verdrängt im Wutachtal die heimischen Pestwurz. Sie verhindert an anderen Standorten auch das Wachstum von Bäumen. Ich habe folgenden Bericht hierzu gefunden: Saatfeind-Nummer-eins Vielleicht konnte ich Sie ein bisschen überzeugen, dass die Pflanze nicht ganz so harmlos ist.
Nachtrag:
.. das Thema wurde auch während meines Studiums behandelt, deswegen habe ich einen Bezug dazu. Ich habe ein bisschen weiter recherchiert und einen kleinen Bericht zu dem Thema verfasst. Es gab auch 2011 in Rottenburg eine Untersuchung und Kartierung zu dem Thema…
Anhang1: Pestwurz und Brennnessel vs indisches springkraut.pdf
Anhang2: Kartierung_Indischen_Springkrauts.pdf


Herzlichen Dank für diesen Beitrag! Lob UND KRITIK sind hier gerne gesehen. Wir freuen uns auch sehr über alle Einträge in unser Gästebuch.
Zum Thema: Gestern, am Samstag, den 20.September.2014, bin ich mit einer Gruppe Flußaufwärts von der Wutachmühle zur Schattenmühle gewandert, davon ein paar aktuelle Fotos zum Thema Springkraut vs. Pestwurz




Ein älterer Beitrag, der die Kritik vermutlich ausgelöst hat, endete so (zBonndorf vom 3.August.2012):
Das Indische Springkraut kann man auch verwerten, aus den Kernen soll man eine leckere Pesto machen können. Es duftet wunderbar süsslich und sieht traumhaft aus – kann so eine Pflanze wirklich schaden ?
Vielleicht verharmlost das die Sache zu stark. Nach wie vor bin ich mir nicht sicher, ob das Springkraut wirklich einmal alles verdrängen wird, mein persönlicher Eindruck ist, dass sich das Springkraut die letzten Jahre nicht wesentlich mehr verbreitet hat, obwohl es wie man auf den Bildern sieht, doch einen erheblichen Anteil hat. Ich glaube der Schwarzwaldverein hat auch aufgehört das Kraut auszureissen. Weitere Kommentare gerne an hier im Anschluss.

Wutachschlucht Kapelle Bad Boll wird abgerissen


Zitat aus der Badischen Zeitung vom 14.2.2014:

Der kleinen Kapelle in Bad Boll schlägt bald das letzte Stündlein: Unumkehrbar und endgültig wurde Peter Marienfeld, der sich gemeinsam mit Hans-Jörg Adler als Hauptinitiator für die Rettung der historischen Badhofkapelle Bad Boll eingesetzt hat, gestern vom Amt für Vermögen und Bau darüber informiert, dass die Behörde nun beim zuständigen Landratsamt ordnungsgemäß den Antrag auf Abbruch der Kapelle in der Wutachschlucht stellt.
Sollte dieser Abbruchantrag bewilligt werden, wird im Frühjahr, sobald die Witterungsverhältnisse es zulassen, mit den Abrissarbeiten begonnen. Die Kosten dafür trägt als Eigentümer des Grundstücks, auf welchem die Kapelle steht, das Land Baden-Württemberg.
Die Behörde bestätigte auf Nachfrage unserer Zeitung, dass sämtliche Behörden, die mit einem möglichen Erhalt der Kapelle befasst waren, bereits im Herbst vergangenen Jahres überein gekommen waren, das vom Zerfall bedrohte Bauwerk abzureißen. Die geschätzten Sanierungskosten in Höhe von 300 000 Euro seien wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen. Da die marode Kapelle einsturzgefährdet ist, sei der Abbruch aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht geboten. Zu dem formellen Verfahren des Abbruchsantrags werden sämtliche zuständigen Fachbehörden gehört.
Die Initiatoren vom Freundeskreis zum Erhalt der Kapelle hatten bis zuletzt noch auf eine Möglichkeit zur Sanierung gehofft. Mit der Kapelle verschwindet das letzte sichtbare Zeichen der einstmals weltweit renommierten Kur- und Badeanstalt in der Wutachschlucht. Abschließend wird der Freundeskreis nun über die Verwendung der bislang eingegangenen Spenden zu entscheiden haben.

Zitat aus dem z’Bonndorf Beitrag Kapelle Bad Boll von 2010-Aug-01 20:30

Diese Woche war dem Bonndorfer Blättle ein Flyer des neu gegründeten „Freundeskreis Kapelle Bad Boll“ beigelegt. Man möchte die Kapelle erhalten und sie wieder renovieren , es wird mit ca. 100’000€ gerechnet. Es gibt auch eine eigene Webseite dafür – mit dem Flyer zum Runterladen : www.kappelle-badboll.de
Da hab ich mal aus meinem eigenen Fotoarchiv ein paar Bilder rausgesucht – für mich ist das einer der magischen Orte in der Wutachschlucht . Er ist voller Energie , für mich ein Kraftort zu dem ich immer wieder mal hin muss – ein paar Minuten dort und man fühlt sich wie neugeboren.
Vor der Kapelle ist eine Quelle , wie das letzte Bild zeigt – ich vermute das ist die alte Heilquelle , die Bad Boll einst berühmt gemacht hat. Es wäre schön wenn die ursprüngliche Quelle wieder gefasst werden könnte …
Die Idee des Freundeskreis ist einfach klasse – könnte man da nicht einfach eine Spendenbüchse aufstellen ? bei den zigtausend Wanderern müsste einiges zusammenkommen – ok die Büchse müsste man bestimmt einbetonieren ..
Bad Boll aus meiner Sicht :
In den siebziger Jahren bin ich mal mit ein paar Schulfreunden in der Wutachschlucht in Bad Boll gewesen, die Gebäude standen noch , allerdings waren einige Scheiben eingeschlagen, wir sind durch ein offenes Fenster eingestiegen, an einer Wand im Erdgeschoss ware ein wunderschönes riesiges Wandbild gemalt, ein Paradiesvogel in einer Traumlandschaft – hat wohl mal eine ehemalige Patientin gemalt . Überall lagen Papiere rum . In der Nähe der Brücke war ein Stromgeneratorhäuschen, ein eigenes E-Werk mit einem großen alten Generator . Wie ich mit der Zeit herausgefunden habe, war es davor eine – zumindest kurzzeitig – sehr erfolgreiche Klinik für Drogensüchtige , der Arzt und Macher der Klinik muss gestorben sein . Manche der Bewohner konnte man damals beim Einkaufen in Bonndorf treffen, nette Leute. Bad Boll trotz des beginnenden Verfalls damals eine schöner, verwunschener Fleck .
Nachdem Bad Boll einige Zeit in Privatbesitz war , hat es das Land gekauft. Man hatte von 1 Million Mark gemunkelt , eine weitere Million hat vermutlich der Abriss aller Gebäude gekostet ( Nachtrag : Laut BZ vom 2.9.2010 2 Millionen Gesamtkosten ) – das tut mir heut noch weh – schade, dass man für das gleiche Geld nicht den Flecken erhalten hat – Naturschutz kann manchmal so unerbittlich sein…
Auf dem ersten Bild zeigt eine alte Ansichtskarte Bad Boll wie schön es mal war, in der aktuellen brandneuen Festschrift des Schwarzwaldvereins zum 125 jährigen sieht man wie wunderschön zB. der Speisesaal mal war.
Einzig die Kapelle durfte man nicht abreißen – schließlich war sie ja geweiht – und das ist gut so . Dem Freundeskreis wünsche ich viel Erfolg !

Meine Gedanken im Moment :
Endlich hat es das Land geschafft auch noch das letzte Stück Bad-Boll darf endlich abgerissen werden. Was das wohl wieder kostet?? Wer wollte auch schon 300’000€ für einen Steinhaufen investieren und überhaupt hat man ja auch wohl die Verkehrsicherungspflicht, es könnten ja Wanderer verletzt werden. Man muss nur lange genug warten dann schafft man alles .. Man hatte damals schon den Burr-Brüdern das Leben so schwer wie möglich gemacht Bad Boll auf vernünftige Art zu erhalten.
Es wäre schön, wenn der Freundeskreis-Kapelle-Bad-Boll zumindest die Quelle an der Kapelle wieder neu fassen könnte – natürlich mit dem Schild „Kein Trinkwasser“ wegen zu hoher Nitratbelastung. Ein Ort der Stille würde ich mir wünschen ….

Weitere z’Bonndorf Beiträge zum Thema siehe:
Abriss von Bad Boll war ein Fehler von 2012-Nov-08 18:20
Bad Boll und die Burr-Brüder 1982 von 2010-Nov-07 12:20

Abriss von Bad Boll war ein Fehler

Heute gab es im Bonndorfer Lokalteil der Badischen Zeitung einen Artikel über Bad Boll. Zitat daraus:

Mit dem Werden und Vergehen der Siedlung Bad Boll befasste sich Matthias Wider während der Sommerferien im Rahmen einer geschichtsdidaktischen Studie, die der Löffinger für eine Lehrveranstaltung an der Pädagogischen Hochschule Freiburg verwendet …  „Heute erinnern nur noch die im Verfall begriffene Kapelle, einige spärliche steinerne Zeugen unter Gras und Sträuchern, der kleine Felsenweiher, einzelne Fremdlingspflanzen und der von stattlichen Ahornbäumen gesäumte Badweg daran, dass hier vor Zeiten nicht nur der gerne zitierte rege Kurbetrieb herrschte, sondern dass hier einst einfach auch gelebt und gewirtschaftet, gestritten und getanzt, musiziert und getrauert, gebadet und flaniert, geheilt und gequacksalbert, geglaubt, verflucht, gelitten und geholfen wurde. Die Hinterlassenschaften einer über 500-jährigen Geschichte, die von Höhen und Tiefen, von Irrungen und Wirrungen, von Größe und Niedergang erzählen könnten, sind gleichsam über Nacht ausgelöscht worden; sie sinken mit jedem weiteren Jahr mehr in Vergessenheit herab, auch wenn sich die mit der Zeit schwindende Kraft der Erinnerung noch so sehr dagegen stemmen mag“, resümiert der Autor. Und er plädiert dafür, außer dem Erhalt der Badhofkapelle auch Rudimente des einstigen Kurhauses von der wuchernden Vegetation zu befreien, wenigstens einen Teil der ehemaligen Parkanlage wieder zur Begehung herzurichten und den Standort der anderen zerstörten Gebäude beispielsweise durch eine geeignete Grundrissbepflasterung wieder heraus zu präparieren. „Von geschichtsdidaktischer Warte aus betrachtet, muss der Abriss von Bad Boll als ein vom Moment geleiteter Fehler eingeordnet werden: einmal, weil er greifbare Erinnerung an menschliches Leben verschleudert und zum anderen, weil er das Jahrhunderte währende teils zähe Ringen um Kontinuität vollständig entwertet hat“, urteilt Matthias Wider nach eingehender Forschung… Matthias Wider stellt die Zusammenfassung seiner Erkenntnisse dem Freundeskreis Badhofkapelle zur Verfügung: http://www.kapelle-badboll.de

Den ganzen Artikel findet man hier :  Badische Zeitung – Bad Boll

Dieser Artikel spricht mir aus der Seele.  Als mich mal jemand fragte was ich an Bad-Boll finde und  warum ich alles mögliche darüber sammeln würde sagte ich,  weil ich Bad-Boll noch selbst kennen lernen durfte und es ganz toll fand –  über was ich nichts erzählte ist das traurige Gefühl, das mich manchmal überkommt,  die Gewissheit,  dass hier etwas sehr schönes unwiderbringlich verloren gegangen ist und ganz langsam in Vergessenheit geraten wird.

Und hier nochmal zwei ältere ObeAbe-Artikel mit meinem schönsten Bad-Boll Foto:


Bad Boll Speisesaal – Postkarte

Bild grösser anschauen :   Speisesaal gross

Speisesaal – Detail Fenster

Bild grösser anschauen :   Fenster_gross

So ein Bild hab ich schon in der Festschrift des Schwarzwaldvereins gesehen , vor kurzem wurde es günstig in Ebay angeboten , da konnte ich nicht widerstehen ,  weil …

Eigentlich nur eine neue Postkarte mit 14x9cm , aber Dank  der Hilfe meines Sohnes Christians  ,  mit Makrofotografie und einigen Fotobearbeitungen kann man viel mehr Details als auf der Postkarte selbst erkennen.

Die Fenster im Speisesaal in Bad Boll waren wunderschön ,  im Jugendstil ,  links und rechts vom Fenster gab es  schöne Figuren  ,  ein Farbfoto wäre natürlich noch schöner


Hier noch mein grösster Schatz  als krönender Abschluß dieser Serie .  Das Originalfoto ist  30cm breit !   Und ein paar Details  daraus :

Man sieht sogar jemand am Eingang stehen .

Wer auch nicht genug kriegen kann hier in Original – Scangrösse :

Bad Boll im Wutachtal 1986 Original

Inzwischen sind es soviele Karten und Bilder ,  dass sich eine eigene Seite dafür lohnen würde.

Samuel Pletscher 1879 – 1

Blick über die herbstliche Wutachschlucht bei Boll

Nachdem ich den Nachdruck des Samuel Pletscher Buches „Der Kurort Bad Boll “  von 1879 nun für 9,90€ bei Amazon erstanden und gelesen habe,  in loser Folge ein paar  Zitate daraus.

Neu für mich war  der Bericht über den  Oberen Wasserfall von Bad Boll ,  er wird genau unterschieden zum  noch existierende unteren Wasserfall,  dem Tannegger Wasserfall.  Seite 33ff :

.. der wird bald auch seine Schritte der schattigen Waldschlucht zulenken, die den Wasserfall, nur einige hundert Schritte weit vom Kurhaus entfernt, in ihrer stillen Thalecke birgt.  Ein zierlicher Weg führt vom Kurhaus, etwas weniges ansteigend, dem vorbei rauschenden Bächlein entlang und dem waldigen Thalwinkel zu, wo der Wasserfall, sanft brausend, niedergeht. Alte bemooste Tannen und andre Waldbäume umgeben malerisch den Felsenschooß, in welchem der Sturzbach stäubend niedersprüht. Mehrere Wege führen im Zickzack auf beiden Seiten der steilen Thalwände in die Höhe und bieten Gelegenheit, den pitoresken Anblick des stürzenden Wassers von verschiedenen Seiten und Standpunkten aus zu genießen …. Der vom Dorf Boll herabrinnende Mühlbach stürzt  hier in zwei ungleich hohen Absätzen, von denen der obere der höhere ist, etwa 50 bis 60 Meter tief über die steil und fast senkrecht abbrechende Kalkfelswand herab. Das Wasser scheint einen bedeutenden Kalkgehalt zu besitzen, denn ein mächtiger Ansatz von Kalktuff hat nach und nach die Form eines versteinerten Wasserfalls angenommen, der nun den Kern des wirklichen Wasserfalles bildet … Bei Mondschein aber erscheint er in geheimnisvolen Zauber und bei bengalischer Beleuchtung, welche hie und da veranstaltet zu werden pflegt, erscheint der Waserfall wie ein Bild aus einem Feenmärchen.

Der Tannegger Wasserfall ist heute noch wunderschön, aber noch schöner muss der Wasserfall direkt bei Bad Boll gewesen sein.  Wo der wohl genau war?  Vom Parkplatz in Boll, an der Kläranlage vorbei geht heute ein Bach runter,   war an seinem Ende dieser 60m hohe Wasserfall ?  Ist er noch irgendwo versteckt ? Wer kann helfen, wer  weiß genaueres darüber. Gerne per email an   info@obeabe.de oder am besten gleich  hier auf Kommentar klicken :

Samuel Pletscher – Der Kurort Bad Boll im obern Wutachthal

Der Kurort Bad Boll im oberen Wutachthal von 1879 – das Buch suche ich schon jahrelang, eine echte Rarität. Einmal hätte ich es fast gehabt, bei Ebay, aber bei 150€ bin ich dann ausgestiegen – gut dass ich es nicht bekommen haben, denn jetzt kann man es offiziell wieder kaufen, für 9,90€ bei Amazon – als Nachdruck der Schweizer Nationalbibliothek – einfach klasse ! Mehr davon demnächst.


Vatertag früh in der Wutachschlucht

Ganz früh Morgens am Vatertag ging es zum Spaziergang vom Oberhaldenparkplatz, zur Ditfurtbrücke,  links der Wutach  zum Hockenjoossteg bei Bad Boll und zur Kapelle.

Die beiden Videos geben einen kleinen Eindruck von der Stille und dem Vogelgezitscher dort unten.   Nur ab und zu hört man ein Flugzeug oder eine Wandergruppe in der Ferne.

Das Kurhaus Bad Boll – Prospekt 1931

Bad Boll - das Ferienheim für Handel und Industrie - Foto Seite 3
Bad Boll - das Ferienheim für Handel und Industrie - Das Prospekt

Seit Jahren bin ich auf der Suche nach Dokumenten über Bad Boll in der Wutachschlucht.   Selten hat man Glück,  hier mal wieder ein echter Hammer,  Danke Ebay.  Ein 20-seitige Druckschrift, ein Prospekt aus dem Jahre 1931.  Zitate:

Das Kurhaus Bad Boll im südlichen Schwarzwald der Ferienheime für Handel und Industrie.  Deutsche Gesellschaft für Kaufmanns-Erholungsheime E.V. Sitz Wiesbaden.

Das Heim bietet in 2 Häusern 90 Gästen Aufenthalt. Es ist so recht geschaffen für alle, die unter Verzicht auf städtische Vergnügungen ihre Ferien in voller Ruhe verbringen wollen …

Schwimmbad. Eine besondere Annehmlichkeit bieten wir unseren Gästen in einem 34m langen und 9m breiten Schwimmbad. Die Benutzung des Bades ist Erwachsenen nur im Badeanzug gestattet ..

Heilmittel und Heilanzeigen.  Die auf unserem Grundstück entspringende neu gefasste Mineralquelle ist eine sulfatische Bitterquelle mit hohem Gehalt an Bicarbonaten …

Reisewege: Haltestelle Löffingen der Höllentalbahn … Autoverbindung zum Heim durch Wagen der Autovermietung Wider&Fürst … Personen die zu Fuss das Heim erreichen wollen, können auch in Reiselfingen aussteigen. Das Heim ist von dort in etwa 1 Stunde auf abfallendem Fussweg zu erreichen.

Postanschrift: Kurhaus Bad Boll der Ferienheime für Handel und Industrie,  Bad Boll (Baden) , Post Bonndorf im Schwarzwald

Fernsprecher: Amt Bonndorf im Schwarzwald  Nr.10

Verpflegungssatz: Einzelmitglieder …  Reichsmark 3,70 am Tag

Hausordnung: Klavierbenutzung ist vor 9 Uhr früh, zwischen Mittagessen und Vesper sowie nach 10Uhr abends ( von geselligen Abenden abgesehen) nicht zulässig.

Frühstück  7 1/2  – 9 Uhr

Mittagessen 12 1/2  Uhr

Vesper 3 1/2 – 4 Uhr

Abendessen 7 Uhr

Das Original Dokument  ist   15cm x 10cm groß,  hier als pdf  zum Nachlesen:

Das Kurhaus Bad Boll – als PDF