Solarcomplex – Einweihung Nahwärme






Hohen Besuch gab es zur Einweihung des ersten Bauabschnitts des regenerativen Nahwärmenetz Bonndorf. Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Franz Untersteller MdL hat nach einer Besichtigung der Heizzentrale in der Bahnhofstrasse ( neben der ZG ) eine interessante Ansprache gehalten, deren zweiter Teil man hier auf z’Bonndorf nachhören kann:
Ansprache Minister Franz Untersteller -Auszug-MP3

Herr Achim Achatz Mitgründer von Solarcomplex führte durch das Programm und bedankte sich herzlich bei allen Beteiligten, die es ermöglicht haben diese Nahwärmenetz in Rekordzeit in Betrieb zu nehmen.

Da Herr Scharf in seinem wohlverdienten Urlaub weilte hielt für die Stadt Bonndorf Herr Frank die Grußworte. Es gab Ansprachen vom Umwelt-Arbeitskreis-Bonndorf, der mit dem heutigen Tag aufgelöst wurde und von Harald Volk von Dunkermotoren, deren Industrielle Abwärme im Sommer die Wärmeenergie für den ersten Bauabschnitt liefert.

Der zweite Bauabschnitt, der gerade im Bau ist und bis Jahresende abgeschlossen werden soll, kann wohl komplett durch die Abwärme der Fa. Adler gespeist werden. Voller Stolz wurde berichtet das hiermit etwas wirklich neues und richtungsweisendes geschaffen wurde, womit Bioenergie gespart wird, die auch begrenzt ist.

Erstaunlich groß sind die Kessel in der Heizzentrale, ebenso die Filtertechnik bis hin zu den riesigen elektrostatischen Filtern, die den Feinstaub aus den Abgasen beseitigen. Die Fotos können das so gar nicht vermitteln.

Mich hat auch ein Erfahrungsbericht von einem Endkunden gefreut, der seit September schon Wärme von Solarcomplex bezieht. Er war begeistert wie problemlos das ganze funktioniert und statt der 2400l Heizöl wird er wohl nur Wärme entsprechend 1600 Liter Öl benötigen, das scheint wohl doch wesentlich effektiver als die Ölheizung zu sein.

Die Bonndorfer Stadtmusik hat diese Einweihung feierlich musikalisch umrahmt.

Solarcomplex


Es geht weiter der 2. Bauabschnitts der Bonndorfer Nahwärme „Bonndorf Mitte“ beginnt in diesen Tagen.

Auch in diesem Bauabschnitt mit rund 120 privaten Wärmeabnehmern, öffentlichen Gebäuden und dem bestehenden „Schulnetz“ wird industrielle Prozesswärme genutzt. So werden ab Herbst 270 Bonndorfer Wärmekunden mit Nahwärme versorgt.

Die Firma Hans Adler OHG wird dieses Netz mit Wärme beliefern. Offizieller Spatenstich ist am Donnerstag, 12.03.2015, 14.00 Uhr bei der Hans Adler OHG

Solarcomplex – News

Zitat aus einem Email von Solarcomplex an z’Bonndorf vom 10.Dezember.2014 :

Nahwärmenetz Bonndorf: der erste Bauabschnitt in der Weststadt ist am Netz. Projektentscheidung zur Realisierung des zweiten Bauabschnitts „Bonndorf Mitte“ ist gefallen.
Mit dem Abschluss der Arbeiten zum 1. Bauabschnitt in der Bonndorfer Weststadt ist es uns eine große Freude den Start des 2. Bauabschnitt in „Bonndorf Mitte“ mit Ihnen zu vollziehen.
Auch in diesem Bauabschnitt mit rund 100 privaten Wärmeabnehmern, öffentlichen Gebäuden und dem bestehenden „Schulnetz“ wird industrielle Prozesswärme genutzt.
Die Firma Hans Adler OHG wird dieses Netz mit Wärme beliefern …

Eine wirklich gute Nachricht für Bonndorf’s Zukunft !!

Der zweite Bauabschnitt „Bonndorf Mitte“ wird gebaut – Solarcomplex hatte sich diese Entscheidung bis Ende des Jahres vorbehalten. Auch wenn im Moment der Erdölpreis scheinbar ins bodenlose fällt finde ich es wichtig, dass Bonndorf sich soweit wie möglich unabhängig vom Erdöl macht – auf Dauer sicher und nachhaltig – wir sind gerne dabei !

Landmaschinen Müller – Eröffnung






Großer Andrang herrschte bei der Eröffnungsfeier des neuen Gebäudes der Firma Landmaschinen Müller im Breitenfeld – fast ein Volksfest.
Die 3000 Quadratmeter große Halle hat genug Platz für die neuen gewaltigen Hebebühnen, Portalkräne, Vulkanisieranlage, Bremsen- und Spurprüfstand Werkstatt, Dreh- und Fräsmaschinen, Lager, Verkaufsraum und nicht zuletzt die moderne Hackschnitzelheizung.
Rund 3Millionen Euro sind investiert worden – eine Investition in die Zukunft – auch die von Bonndorf.
Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg!

Solarcomplex – News

Am 2.Juli.2014 habe ich die sehr interessante Präsentation von Solarcomplex in Foyer der Bonndorfer Stadthalle besucht .

Das Wichtigste davon:

Bauabschnitt 2 hat über 200 Interessenten
Das bedeutet Bonndorf Mitte kommt sehr wahrscheinlich
Bis September müssen die Verträge unterzeichnet werden
Bis Dezember kann Solarcomplex dann noch vom Vertrag zurücktreten
Bauabschnitt 3 ist noch nicht sicher – aktuelle noch zu wenig Interessenten

Der Standardvertrag:

  • 11,66ct Brutto je Kilowattstunden
  • 300€ Netto Grundpreis pro Jahr (357€)
  • 200€ Netto Servicekosten pro Jahr (238€)
  • Mindestabnahme 15MWh pro Jahr (1749€)
  • 10 Abschlagszahlungen im Jahr, dann Jahresabrechnung
  • 20 Jahre Laufzeit – Grundbucheintrag

Das sind rund 200€ umgerechnet auf den Monat, wenn man genau die Mindestabnahme verbraucht hat oder weniger braucht.

Der Mini-Vertrag:

  • auch 11,66ct Brutto je Kilowattstunden
  • auch 300€ Netto Grundpreis pro Jahr (357€)
  • auch 200€ Netto Servicekosten pro Jahr (238€)
  • Keine Mindestabnahme
  • 3000€ netto dh. 3570€ einmalig
  • 10 Abschlagszahlungen im Jahr, dann Jahresabrechnung
  • 20 Jahre Laufzeit – Grundbucheintrag

Das sind rund 50€ pro Monat Gebühren zusätzlich die verbrauchten Kilowattstunden. Einmalig kann man in den 20 Jahren den Tarif wechseln. Alle Angaben ohne Gewähr !
Die Präsentation vom 2.Juli.2014 von Solarcomplex kann auf www.Bonndorf.de nachgelesen werden: Präsentation-Nahwärme-Bondorf-Mitte-Solarcomplex

Solarcomplex Bauabschnitt 2 und 3 kommt


Heute haben wir Post von Solarcomplex bekommen. Der Bauabschnitt 2 Bonndorf Mitte der uns betrifft kommt im Jahr 2015, gut! Bauabschnitt 3 Bonndorf Ost kommt 2016. Es gibt Infoveranstaltungen in denen u.a. die Wärmelieferverträge und der Wärmepreis vorgestellt wird, jeweils in der Stadthalle Bonndorf.

Mittwoch 2.7.2014 19:00Uhr
Montag 7.7.2014 19:00Uhr
Donnerstag 17.7.2009 19:00

Nahwärmenetz und Solarcomplex


Das Foto ist vom Sonntag von der Isaakshöhe, in deren Nähe auch gerade kräftig gebaut wird. Nach den Eisheiligen und dem Bodenfrost, den die Kalten Sophie noch am Donnerstag mit sich brachte, war das ein herrlicher, warmer Frühlingstag mit einem unvergesslichen und intensiven Geruch – es roch zum ersten Mal so richtig nach Frühling.
Im Hintergrund sieht man ein Windrad und ein Wegkreuz. Ob die von Solarcomplex zusätzlich ins Auge gefassten drei Windräder wirklich kommen weiß man nicht. Eigentlich sieht alles gut aus, nur der Rote Milan , könnte einen Strich durch diese Rechnung machen. Das sind wunderschöne große Raubvögel, die sich inzwischen in relativ großer Zahl rund um Bonndorf aufhalten, ich hab mal über 15 Stück gemeinsam um die Isaakshöhe kreisen sehen. Ich hoffe die Windräder können gebaut werden, die Vögel kamen aus meiner Sicht erst nach den Windrädern, auch oben auf der Isaakshöhe beim Windrad habe ich sie schon mehrfach beobachtet – wie auch am Dillendorfer Buck in der Nähe des neueren Windrades. Ich mag diese Vögel mit ihren riesigen Spannweiten – und ich denke da ist eine friedliche Koexistenz möglich – hier ein Bild aus einem älteren Blogbeitrag hier:

Einige Aufregung gab es, um den möglichen weiteren Ausbau des Nahwärmesystems. Ein Heizöllieferant versucht mit weiteren Rundschreiben die Leute vom Vorteil einer Öl-Brennwertheizung zu überzeugen und versucht mit allen Mitteln sein Geschäft zu erhalten – verständlich, aber teilweise nicht ganz fair und geschweige denn neutral… Die Umfragebögen, die für einen möglichen weiteren Ausbau des Nahwärmenetzes verteilt wurden, scheinen nur schleppend wieder zurück zu kommen .. Im benachbarten Grafenhausen sollen die Nahwärmekosten geringer sein.. Ein heftiger Gegenwind für den weiteren Ausbau des Projektes. Leider gibt es dadurch wohl auch Verzögerungen mit den ursprünglich für Mai geplanten Veranstaltungen, wo die Kosten dargestellt werden sollten.
Ich denke, da werden Äpfel mit Birnen verglichen. In den mir bekannten Netzen gab es Anschlussgebühren zu bezahlen, das ist hier nicht der Fall – der komplette Anschluß übernimmt Solarcomplex. Ich müsste meine neue Heizung finanzieren, das sind rund 12’000€, auf 20 Jahre umgerechnet sind das schon mal 600€ pro Jahr – ohne Zinsen, Kaminfeger und Wartung.
Ich muß mir umgekehrt keine Gedanken machen, ob demnächst der Ölpreis explodiert . Solarcomplex kann zwar auch die Preise erhöhen, aber ist an die Inflationsrate gebunden.
Ob es in 10 Jahren noch Hackschnitzel gibt oder nicht, das weiß man nicht, aber die Nahwärmeanlage kann relative einfach auf andere Energiequellen umgestellt werden.
Umweltverträglicher ist es allemal, es gibt eine Abgasreinigung und das vom Heizöllieferanten erwähnte Fracking finde ich auch nicht so toll.
Aus dem Bauch heraus würde ich mich für die Nahwärme entscheiden, ob es die richtige Entscheidung ist wird man erst in einigen Jahren genau wissen – aber ist das nicht bei vielem so ?
Ich hoffe auf jeden Fall, dass die Nahwärme auch in die Innenstadt kommt und dass meine alte Heizung noch bis dahin aushält 🙂

Spatenstich für das Nahwärmenetz in Bonndorf

Vorort sowie Fotos und Bericht: Ann-Kathrin Moser Bonndorf

Die offiziellen Bauarbeiten für das Nahwärmenetz in Bonndorf, wurden am Dienstag, den 11. März, feierlich mit dem Spatenstich begonnen. Hierzu luden die Gemeinde Bonndorf und die solarcomplex AG alle Interessierten ein. Anwesend waren Bürgermeister Michael Scharf, Vorstand der solarcomplex AG Achim Achatz, Projektleiterin Veronica Paolino, sowie weitere Vertreter der Firma, Mitglieder des Umweltarbeitskreises und Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bonndorf.

Die eigentlichen Bauarbeiten sind bereits seit letztem Donnerstag, 6. März, in vollem Gange. „Bonndorf soll eine regenerative Energiestadt werden“, ließ Achim Achatz am Dienstag verkünden. Die Gemeinde ist hierbei schon auf dem besten Weg, da sie den Energiebedarf der Haushalte bereits zu 98% mittels regenerativer Energien abdeckt. Diese Werte sollen nun auch in der Wärmeversorgung angesteuert werden. Zur großen Freude aller Beteiligten, findet das Nahwärmenetz in der Stadt Bonndorf großen Anklang. Bereits 145 Verträge sind abgeschlossen. Bei den Wärmeleitungen, die momentan in der Weststadt verlegt werden, setzt man mittels des Systems „German Pipe“ auf neueste Technik. Laut Andreas Kraft, welcher bei der solarcomplex AG für den Rohrleitungs- und Tiefbau verantwortlich ist, handelt es sich um besser gedämmte Rohre, um den Wärmeverlust zu vermindern.
Für die Umsetzung des 8 km langen Nahwärmenetzes sind eine Hackschnitzelanlage, sowie eine Solaranlage, geplant. Mit Hilfe der Solarenergie soll die Anlage im Sommer betrieben werden. Außerdem sind bereits Verhandlungen im Gange, um die Abwärme der Firma Dunkermotoren ebenfalls als Energielieferant zu nutzen. Großen Dank für die schnelle Umsetzung des Projekts gilt, laut Achim Achatz und Michael Scharf, im Besonderen des Umweltarbeitskreises, welcher sich intensiv für das Nahwärmenetz einsetzt.
Die Bauarbeiten begannen in der Bahnhofstraße und werden sich in den nächsten Wochen über die Waldstraße, Adolf-Hildebrand-Straße, Alois-Burger-Straße und Lenzkircher Straße erstrecken. Dies fordert viel Verständnis und Toleranz der Bürger, worauf Michael Scharf stark hofft. Während der Bauzeit wird es immer wieder zu Behinderungen kommen, welche durch Umfahrungen gekennzeichnet werden. Des Weiteren werden die jeweils betroffenen Anwohner durch Flyer informiert und können sich, im Falle persönlicher Anliegen, an die Firma Bohsung, welche für den Rohrleitungsbau verantwortlich ist, wenden.
Alle neuesten Informationen werden auf www.bonndorf.de und im Bonndorfer Blättle zu finden sein. Außerdem wird in Kürze ein Plan im Rathaus ausgehängt.

Bauzeit: März 2014 – Dezember 2014
Erste Wärmelieferung im Herbst 2014
Trassenlänge: 8,5 km
Besonderes Augenmerk auf Isolierung und Reduzierung von Energieverlusten
Kosten für Heizzentrale mit Hackschnitzelheizung, Nahwärmenetz und Wärmeübergabestation: ca. 5 Mio. Euro
Davon ¾ aus KfW-Darlehen und ¼ aus dem Aktienkapital der an Solarcomplex beteiligten Bürger
Energiekosten fließen in regionale Kreislaufwirtschaft ein und binden Kaufkraft vor Ort
Energielieferanten: Hackschnitzelanlage, Solarenergie, Abwärme durch Industriemaschinen
Wärmeproduktion: Zwei Holzhackschnitzelkessel (1200 kW und 550 kW)
für Abdeckung der Spitzenlasten: Ölkessel (1350 kW)
bisher 800 000 Liter Heizöl-Äquivalent ca. 700 000 € jährlich
jährliche Einsparung an CO2: etwa 3 000 Tonnen

Infos zur Solarcomplex AG
Das regionale Bürgerunternehmen hat sich den Umbau der Energieversorgung weitgehend auf erneuerbare Energien bis 2030 zum Ziel gesetzt. Solarcomplex sieht sich auf dem Weg zum ersten regenerativen Stadtwerk des 21. Jahrhunderts. Seit der Gründung im Jahr 2000 ist die Zahl der Gesellschafter von 20 auf jetzt rund 1.000 und das Grundkapital von 37.500 auf 7,165 Mio € gewachsen. Neben Bürgern aus unterschiedlichen Berufen sind auch zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen beteiligt, darunter auch fünf Stadtwerke der Region.
Solarcomplex stärkt mit seinen Aktivitäten die regionalen Beschäftigungs- und Wertschöpfungskreisläufe. Realisiert wurden bisher über 20 MW (Megawatt) Solarkraftwerke als Dachanlagen und Freiland-Solarparks, ein Wasser- und ein Windkraftwerk, zwei bürgerfinanzierte Biogasanlagen sowie 10 regenerative Wärmenetze und etliche moderne Holzenergieanlagen im Leistungsbereich bis 2 MW. Das Investitionsvolumen aller Projekte bis Anfang 2014 übersteigt 100 Mio. €. Seit 2007 firmiert sSlarcomplex als nicht-börsennotierte AG und bietet Bürgern die Kapitalbeteiligung über Aktien an, außerdem werden Genussrechte mit „sonnigen 4% Zins“ als ökologische Geldanlage angeboten.

Nahwärmenetz – Solarcomplex


Foto: Bene Müller Quelle:Pressefoto von www.Solarcomplex.de

Großes Interesse fand die Infoveranstaltung der Firma Solarcomplex in Bonndorf am 20.Februar.2014 . Bene Müller Geschäftsführer von Solarcomplex hat nach einem sehr guten und engagierten Vortrag geduldig alle Fragen der Zuhörer beantwortet. Außerdem wurden recht ausführlich alle Behauptungen des Heizöllieferanten diskutiert ( siehe Blogbeitrag vom 8.2.2014 ). Folgende Punkte habe ich mir besonders gemerkt:

  • Das Projekt finanziert sich zu 25% aus Eigenkapital und zu 75% aus Fremdkapital.
  • Solarcomplex ist eine AG, bei dem sich jeder mit einem Mindestkapital von 2500€ beteiligen kann, mit einer Rendite von ca. 4%.
  • Abhängig vom Interesse in Bonndorf gibt es ein oder zwei zusätzliche neue Netze. Das erste könnte schon im Herbst 2015 Wärme liefern. Es sind etwa 100 Häuser notwendig, um ein solches Projekt zu starten.
  • Die Netzverluste bei Solarcomplex liegen nachweislich bei unter 20%. Es gibt 10 Bioenergiedörfer als Referenz.
  • Im Sommerbetrieb wird Industrieabwärme oder/und Solarkollektorwärme verwendet, keine Hackschnitzel
  • Die Abgase werden besonders gründlich über Elektrofilter gereinigt, viel sauber als private Heizungen.
  • Es gibt einen 20 Jahre Vertrag, ändert sich der Wärmebedarf stark kann man einmalig auch den Tarif wechseln.
  • Falls es jemals günstigere regenerative Energiequellen als Hackschnitzel gibt, können die Öfen ersetzt werden. Damit ist man zukunftssicher und flexibel.
  • Das Wasser im Netz wird nicht direkt verwendet, die Wärme wird über Wärmetauscher im Keller transportiert.
  • Das Leitungsnetz im Boden kann bis zu 40 Jahre, vielleicht sogar länger halten.
  • Bei einer eher unwahrscheinlichen Insolvenz gäbe es sicher genug Bieter für die Insolvenzmasse, die das Netz übernehmen würden.
  • Die Nahwärme ist bei Betrachtung aller Kosten etwa 10% billiger.
  • Ab einem Verbrauch von 1800 Liter Heizöl pro Jahr lohnt sich der Standardvertrag, bei dem es keine Anschlusskosten gibt, dafür gibt es eine Mindestabnahmemenge.
  • Für geringere Abnahmemengen gibt es einen Minitarif ohne Mindestabnahme und mit einmaliger Kostenbeteiligung von 3000€.
  • In den nächsten Wochen startet eine Umfrage aller Hausbesitzer, wenn alles gut läuft gibt es danach weitere Infoveranstaltungen mit dem Ziel im Juli die Verträge abschließen zu können.

Das Wichtigste für mich, Solarcomplex ist ein Projekt, das Vertrauen weckt, es wurde ursprünglich von ein paar Idealisten gegründet mit der Vision die Region einmal ganz mit Wärme versorgen zu können. Heute haben mich einige Bekannte auf die Veranstaltung angesprochen, die durchwegs auch einen guten Eindruck hatten und bei diesem Projekt mitmachen würden.
Für mich sind die Zweifel jedenfalls ausgeräumt und ich finde das geplante Nahwärmenetz eine gute Sache. Ich würde mich freuen dabei sein zu können.

Solarcomplex bietet einmal im Monat eine kostenlose Besichtigung ihrer Projekte an. Infos unter Erlebnistour-erneuerbare-Energien

Nahwärmenetz

Zitat aus dem Bonndorfer Blättle Nr.6/2014 :
Im März beginnt Solarcomplex mit den Bauarbeiten am regenerativen Wärmenetz für die Vorstadt/Weststadt … Auch im Rest von Bonndorf soll in den nächsten Jahren – eventuell in 2 Bauabschnitten – ein Wärmenetz errichtet werden.

Nachdem wir in der Innenstadt schon ein wenig neidisch auf die Vorstadt geschaut haben ist das erstmal eine erfreuliche Nachricht. Das Rathaus ist nicht weit und das wäre sicher ein Fall für die Nahwärmeversorgung. Wir hatten schon eine Brennwertölheizung ins Auge gefasst. Regenerativer Brennstoff und keine Sorgen mehr um die Heizung und die Heizölbeschaffung sind sicher die Hauptargumente. Wir werden die kommende Infoveranstaltung am 10. oder 20. auf jeden Fall besuchen. Da über die Vorteile viel geschrieben wurde, hier auch mal ein paar Gegenargumente.

Für alle Heizungsbauer und Heizöllieferanten sicher keine gute Nachricht, gestern kam auch prompt ein Rundschreiben eines Heizöllieferanten ins Haus – seine Gegenargumente, ein Auszug:

  • Der Verlust bestehender Nahwärmenetze beträgt 30% ..
  • Wer haftet bei Insolvenz der Betreiberfirma?
  • In den Sommermonaten werden hunderttausende Liter heißes Wasser ..durch die Straßen gepumpt..
  • Ölheizungen der Jahre 1988 und jünger haben meist Normnutzungsgrade von ca. 95% .. nicht wie errechnet ..
  • Bei Anlagen mit Kachelofen, Solar etc. erhöht sich der Wärmepreis .. signifikant ..
  • Öffentliche Nahwärmenetze sind im Normalfall im Betriebskostenvergleich .. nie günstiger als frei gehandelte Brennstoffe.
  • Die ganzen Straßen werden aufgerissen und nur noch provisorisch geflickt ..
  • Was wenn die Verträge abgelaufen sind und sich .. nicht rentiert ..
  • Dreckschleuder Hackschnitzelwerk ..
  • Nach Meinung internationaler Ölexperten werden die Ölpreise … eher sinken
  • Ein Nahwärmenetz auf Basis eines zentralen Blockheizkraftwerks .. ließe sich ohne öffentliche Subventionen .. niemals realisieren .. dass über einen Zeitraum von 20 Jahren … bis 100.000€ pro Haus aufgebracht werden müssen.
  • Ein Wärmenetz benötigt eine hohe Wärmeabnahmemenge .. dies widerspricht.. den Zielen der Klimaschutzpolitik möglichst wenig Energie pro Wohneinheit zu verbrauchen. Mit sinkendem Wärmeverbrauch wird somit jedes Wärmenetz unattraktiv.
  • Eine Verlässlichkeit für die zukünftige Preisentwicklung für Biomasse .. kann genauso wenig gegeben werden wie für die traditionellen Energieträger …
    Holzhackschnitzel sind nur in begrenzter Menge verfügbar …
  • Eine Ausweitung der Nachfrage nach Brennholz … wird auch einen erheblichen Preisanstieg zum Ergebnis haben, so wie dies auch bei Holzpellets erlebt wurde.
  • Eine eigene Energiebevorratung ist nicht mehr möglich ..

Mal sehen was die Leute von Solarcomplex so erzählen.
Stellungnahme von Solarcomplex siehe Blogbeitrag vom 21.Februar.2014